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Was ist der Internationale Permakulturtag

Der Mensch hat über die letzten Jahrhunderte ein System geschaffen, das die Ressourcen der Welt zu seinen Gunsten ausbeutet und das ökologische Gleichgewicht der Erde im Begriff ist zu zerstören. Die Lebensräume der übrigen Lebewesen auf der Erde, jene der Tiere und Pflanzen, werden immer weiter eingeschränkt und in den Dienst der menschlichen Rasse gestellt. Durch industrielle Landwirtschaft werden fruchtbare Böden zerstört und die darauf wachsenden Nahrungsmittel, Obst und Gemüse, büßen einen immer größeren Teil ihrer natürlichen Vitamine und Mineralstoffe ein. Das hat zur Folge, dass Magnesiummangel und andere Mangelerkrankungen in manchen Regionen der Welt immer größere Teile der Bevölkerung erfassen. In gegensteuernden Maßnahmen wird versucht die Biodiversität in Ökosystemen zu steigern, in dem heimische Pflanzenarten wie Roggen oder Gerstengras stärker mit exotischen Arten gemeinsam angebaut werden.

Die Permakultur ist die Gegenbewegung zur überbordend ausbeutenden Lebensweise des modernen Menschen, vor allem in den Industriestaaten. Das Ziel der Permakultur Bewegung ist die Widerherstellung des natürlichen ökologischen Gleichgewichts und das Schaffen einer Gesellschaft mit ökologischem, ökonomischem und sozial nachhaltigem Wirtschaften mit den Ressourcen unseres Planeten.

Der Internationale Tag der Permakultur, der jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai begangen wird, soll den Blick der Welt auf dieses Thema lenken und bei Menschen ein Bewusstsein für die ökologischen Probleme der westlichen Lebensweise schaffen. Rund um den jährlichen Permakultur Tag finden weltweit Veranstaltungen, Vortragsreihen und Symposien statt, bei denen sich Gleichgesinnte austauschen können und Interessierte für das Thema begeistert werden sollen.

 

Was ist Permakultur

gerstengrasDer Begriff der Permakultur leitet sich aus den englischen Wörtern für „permanent agriculture“, also „dauerhafte Landwirtschaft“, ab. Geprägt wurde der Begriff durch die Australier David Holmgren und Bill Mollison in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Nach Gesichtspunkten der Permakultur gestaltete Systeme wird das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so organisiert, dass sie in der Theorie über einen beliebig langen Zeitraum funktionieren und existieren können. Dabei sollen die Bedürfnisse, aller am System teilnehmenden Lebewesen, so gut wie möglich befriedigt werden. Dabei werden die Bedürfnisse der aktuellen Generation sowie zukünftiger Generationen ausgewogen berücksichtigt. Vorbilder für solche Systeme sind bereits in der unberührten Natur zu finden, so funktionieren Ökosysteme wie Wälder und Seen nach Gesichtspunkten der Permakultur.

Ursprünglich beinhaltet das Konzept der Permakultur Hauptsächlich Gesichtspunkte der Landwirtschaft. Doch wurde die Theorie über die Jahrzehnte immer mehr erweitert und betrifft mittlerweile auch Bereiche wie soziale Strukturen von Gesellschaften und Energieversorgung. Daraus haben sich auch eine Reihe von ethnischen Grundgedanken für eine zukunftssichere Gestaltung unserer Gesellschaft und Lebensräume entwickelt. Dazu zählen:

  • Der achtsame Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten und eine nachhaltige Nutzung eben dieser.
  • Der achtsame Umgang mit den Menschen auf der Erde. Eine gute Balance zwischen gemeinschaftlichen und individuellen Bedürfnissen um allen Menschen die gleichen nötigen Lebensgrundlagen zu bieten.
  • Überschussverteilung und Selbstbegrenzung.

 

Informieren Sie sich über Veranstaltungen am internationalen Tag der Permakultur auf http://www.permacultureday.org/ und unseren anderen Partnerseiten.